Endlich Gleichstellung!

Eine Gesellschaft in der jede/r gleichgestellt ist, verstehen wir Jusos als essentielles Ziel unserer Politik.

Als feministischer Richtungsverband setzen wir uns insbesondere für Geschlechtergerechtigkeit ein. Noch immer werden Frauen aufgrund ihres Geschlechts diskriminiert und die aktuelle schwarz-gelbe Regierung tut ihren Teil um veraltete Rollenbilder aufrecht zu erhalten. Dem wollen wir uns entgegenstellen und uns unter anderem mit dem gleichberechtigten Zugang zum Arbeitsmarkt beschäftigen. Wie können wir dieses Ziel erreichen und bereits bestehende Konzepte, wie Frauenquoten und das Recht auf einen Kitaplatz, durchsetzen und optimieren? Wie schaffen wir es, dass moderne Arbeitsverhältnisse, die Familie und Job vereinbaren, keine Nachteile nach sich ziehen? Weiterhin verdienen Frauen immer noch oft wesentlich weniger als Männer in gleicher Position. Deshalb wollen wir Aktionen, welche die Entgeltgleichheit fordern, wie z.B. den Equal-Pay-Day, aktiv mitbegleiten. Neben der Gleichstellung der Frau sehen wir auch die Diskussion um Rechte von Vätern als Teil von Geschlechtergerechtigkeit an und es gilt Männer in ihrer Rolle als Väter aktiv zu unterstützen. An dieser Stelle soll jedoch nicht Schluss sein mit dem Aufbrechen von Vorurteilen und Vorbehalten. Wir fordern die Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare, egal ob in Ehe, Lebenspartnerschaft oder anderer solidarischer Lebensgemeinschaften, und setzen uns für ein Ende der Diskriminierung homosexueller Menschen im Adoptionsrecht ein. Die derzeitige Ungleichbehandlung ist durch nichts zu rechtfertigen.
Durch die Einbeziehung von Referent_innen wollen wir unser Verständnis von Gleichstellung kritisch reflektieren und es den Lebensrealitäten von heute anpassen, dazu gehört auch unsere eigene Arbeit beständig zu hinterfragen und in Diskussionen um Wahlen, Listenaufstellungen und bei der Mitgliederansprache die Geschlechterperspektive stets mitzudenken.

Weiterhin soll es uns auch um die Gleichstellung von Menschen mit Behinderung gehen. Diese sind durch das Grundgesetz und das AGG geschützt. Aber trotz dieser rechtlichen Grundlage werden Menschen mit Behinderung in der Ausübung von Alltag und Arbeit durch ein exklusives System eingeschränkt. Dieses System bietet weder die gleiche Teilhabe an Bildung noch die gleichen beruflichen Möglichkeiten. Ein erster Schritt, um die Gleichstellung in unserer Gesellschaft zu sichern, ist das Realisieren von Barrierefreiheit. Außerdem ist es besonders wichtig ein inklusives System zu schaffen, das im ersten Lebensjahr beginnt und nicht im Alter endet. Von Anfang an sollte gemeinsames Leben und Lernen allen Kindern ermöglicht werden und kein Mensch sollte Angst haben nach Verlassen staatlicher Institutionen aus der Gesellschaft ausgeschlossen zu werden. Dazu ist es nötig Perspektiven auf dem ersten Arbeitsmarkt zu schaffen und Menschen mit Behinderung qualifizierte Arbeit zu vermitteln, die Aufstiegschancen bietet wie jedem anderen Arbeitnehmer auch. Leider schließt der enge Begriff „Behinderung“ in Grundgesetz und AGG Menschen mit chronischer Erkrankung aus, obwohl auch nicht sichtbare Beeinträchtigungen zu einer Behinderung in Alltag und Arbeit führen können. In vielen Fällen kommt es zu Diskriminierung und zum Sozialen Drift. Deswegen ist der Gesetzgeber gefragt den Begriff „Behinderung“ auszuweiten und Menschen mit chronischer Erkrankung mit einzubeziehen.

Zu den richtigen Rahmenbedingungen für ein gemeinsames Zusammenleben gehört ein Mentalitätswandel, der sich durch die ganze Gesellschaft ziehen muss, um allen Menschen ein vorurteilsfreies und gleichgestelltes Leben in unserer Mitte zu ermöglichen.

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*